Verdener Sanddünen

Massnahmen auf den Verdener Dünen - hin zu »Atlantischen Sandlandschaften«

Dünenlebensräume sind durch natürliche Sukzession und Aufforstung gefährdet. Gehölze und Humusauflage nehmen nach und nach die offenen Sandbereiche ein 1. Bei der ökologischen Aufwertung von Binnendünen werden daher durch Abplaggen von Teilen des Oberbodens freie Flächen 2 geschaffen und Gehölze entnommen 3. Auf den Verdener Dünen und im Bereich der gegenüberliegenden Tütheide sollen so isoliert liegende offene Dünenbereiche erweitert und zusammengeführt werden.

Das Integrierte LIFE-Projekt »Atlantische Sandlandschaften«

Die Massnahme in den Verdener Dünen ist Teil des von der Europäischen Union geförderten Projekts «Atlantische Sandlandschaften» zum Erhalt der biologischen Vielfalt, das gemeinsam von den Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachen umgesetzt wird. Charakteristische Biotope der atlantischen biogeographischen Region wie zum Beispiel Heide- unđ Dünenlandschaften, artenreiche Borstgrasrasen und nährstoffarme Stillgewässer sollen dabei nachhaltig aufgewertet werden. Auch die Bestände der für diese Lebensräume typischen Arten, wie Knoblauchkröte, Kreuzkröte, Schlingnatter und Zauneidechse, sollen gestärkt werden.
Für die zehnjährige Laufzeit des Projektes steht beiden Ländern insgesamt ein Budget von 16,875 Millionen Euro zur Verfügung. 60 Prozent der Mittel werden von der Europäischen Union gestellt, jeweils 20 Prozent von den beiden Bundesländern. Die Gesamtverantwortung für das Vorhaben liegt in Nordrhein-Westfalen beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV). Die operative Umsetzung der konkreten Einzelmassnahmen in Niedersachsen liegt beim Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU). Weitere Informationen sind im Internet unter www.sandlandschaften.de  und unter www.nlwkn.de  verfügbar.